SALVADOR
Hier gibt es viele Restaurants und Bars in allen Preisklassen. Die feinen Restaurants sind oft im ersten Stock oder im Garten. Die billigen Pinten findet man an jedem der
zahlreichen Plätze. Dort sitzen die Einheimischen und die wenigen Turis bis in die Morgenstunden. Überall wird Musik gemacht. Gewöhnungsbedürftig sind die Bettler,
die in den Straßenlokalen an den Tisch kommen und nicht nur nach Geld, sondern auch nach Essensresten fragen. Die Kirchen am Pelourinho sollte sich jeder Tourist auch einmal von innen ansehen.
Bis abends 18 Uhr sind sie zur Besichtigung geöffnet, wenn nicht gerade ein Gottesdienst stattfindet. Natürlich sollte man nicht ohne Hemd oder bauchfrei in die
Kirche gehen und auch keine Fotos mit Blitzlicht machen. Direkt neben der Katedrale befindet sich das afro-brasilianische Museum, wo man die Geschichte der
brasilianischen Sklaven und die Herkunft der noch heute aktiven Candomble-Religion studieren kann. Ausserdem gibt es noch weitere 15 Museen in Salvador, wovon das Stadtmuseum eines der besten sein soll. Salvador ist bekannt für seinen fröhlichen Karneval. Tagelang ist dann die Stadt eine große Party. Auf verschiedenen
Karnevalsstrecken, die insgesamt 25 Kilometer lang sind, fahren die “Trios Electricos” (=Lastwagen mit lauten Bands oder Soundsystems) begleitet von tanzenden und singenden Salvadorianern herum. Die Karnvelasvereine heissen
Blocos. Deren Mitlglieder oder Gäste kaufen zum Carnaval das offizielle und aktuelle Bloco-T-Shirt, das zum mitlaufen und mittanzen im durch Ordner geschützten
Bereich hinter dem Trio Electrio des Vereins berechtigt. Das ist übrigens die sicherste Art für Touristen am Carnaval teilzunehmen (sh.unten). Es gibt auch Fantasiekostüme,
für die Karnevalfans einige Hunderter investieren müssen. Ausser den Umzügen der Blocos gibt es noch die der Trommelgruppen, “afros”, “alternativos”, Travestiegruppen, Kinderumzüge und mehr. I Die Stadtteile von Salvador sind sehr unterschiedlich. Der
Pelorinho und die angrenzenden Bezirke bestehen überwiegend aus alten, bis zu 3oo Jahre alten Häusern. In Pituba kommt man sich dagegen wie in Californien vor. In Itapuan findet man
gepflegte Häuser mit großen Gärten, in Vitoria stehen Hochhäuser mit teuren Apartements an der Bucht und viele Stadtteile bestehen aus einem durcheinander aus kleinen Häuschen, besonders in den
Invasionen = Gebiete, wo arme Leute ohne Genehmigung gebaut haben. Wenn man die außerhalb gelegenen mit einrechnet hat
Salvador 30 km Strände. Sie sind gut mit dem Bus zu erreichen. Einige sind langweilig, weil direkt hinter dem Strand die Strasse entlanggeht. Die Häuse werden Richtung Norden niedriger, während die Strände immer
schöner werden. Dafür wird das Wasser immer verschmutzter. In Itapuan und Boca do Rio riecht das Wasser manchmal unangenehm. Erst ausserhalb der Stadt wird das Wasser allmählich sauberer. Sehr beliebte Strände sind Itapuá und
Piatá, wo man unter Palmen Schatten und Barracas mit eisgekühltem Bier findet. Sie sind nur 10 Minuten vom Flughafen entfernt, dafür braucht man zum Pelourinho 1/2
Stunde und zahlt für die Fahrt mit dem Taxi ca. 15 EUR. Noch etwas weiter ausserhalb kommt man zu den palmbestandenen Strände von Stella Maris und Flamengo. Nicht weit vom Zentrum liegt der Stadtteil Ondina
, wo das Othon Hotel und andere große Hotels an kleineren Buchten stehen. Dann folgt der Strand Farol da Barra und die schöne Bucht des Porto do Barra, wo seltsamerweise das Wasser recht sauber ist,
obwohl der Strand in der Bucht von Salvador liegt. Barra ist ein günstig gelegener Stadteil zum wohnen. Man hat den Strand vor der Tür, ist in 10 Minuten im
Pelourinho und wenn man zu einem der auswärts gelegenen Strände wie Itapua möchte, braucht man nur den Airport-Bus nehmen. Es gibt eine Menge Restaurants. Das schönste und meiner Meinung nach
beste ist das direkt an den Strand gebaute Barravento. Es gibt Hotels und Pousadas in allen Preisklassen, aber auch Appartements. Der Strand ist an den Wochenenden sehr voll. An den Felsen kann man ganz
gut schnorchelnd bunte Fische beobachten. Wer keine Ausrüstung dabei hat, kann alles bei In Piata (bei Itapua) gibt es ausser dem schicken Open Air Restaurant Einige Tanzlokale mit guten Pagode-Bands: Das Rock´n Rio (sprich hockinhio) im Aeroclube ist eine der bekanntesten Discos. Der
Aeroclube ist ein chickes Einkaufs- und Freizeitzentrum in Boca do Rio (am Strand) mit Läden, Restaurants und einer großen Bühne. Im Pelourinho, dem Altstadtzentrum gibt
es vor allem Dienstags und am Wochenende viel Livemusic. Im Filhos de Gandi, dem Club des gleichnamigen Blocos, wird eine besondere Musikrichtung gepflegt, mit viel
Percussion, so ähnlich wie Pagode. Dort ist es am Wochenende nicht nur voll, sondern auch extrem heiss. Olodum spielt jede Woche einmal im eigenen Club. Dienstags
gehen viele junge Salvadorianer in´s Praca do Reggae. In Rio Vermelho gibt es ein paar kleine Bars oder Clubs, wo gelegentlich rockige Bands spielen zB. das Cafe
Kultura und das Calipso. Das Programm der größeren Lokale findet man in den Tageszeitungen “A Tarde” etc. Brasilien hat die größten Vorkommen an Edelsteinen in der Welt. Viele Diamanten, Smaragde etc. wurden und werden über Salvador exportiert. Wenn ihr jetzt meint ihr könntet da ein paar Steinchen günstig erwerben und in Alemanha mit Gewinn verkaufen, würde das nur zutreffen, wenn ihr euch wirklich auskennt, bzw. einen Abnehmer habt, der euch berät. Ankunft am Flughafen: Tagsüber fahren Busse mit Klimaanlage für nur 3 R$ bis ins Zentrum. Um die Koffer kümmert sich ein Stewart. Direkt am Ausgang stehen Taxis mit einem blauen Streifen. Die wollen für die Fahrt ca. 50 R$ mit Nachtzuschlag. Die Taxis in der Reihe gegenüber sind ein paar Zentimeter kleiner und kosten deutlich weniger. Ein empfehlenswerter Ausflug : Schonertour zu den Inseln der Allerheiligenbucht, Bademöglichkeit, Mittagessen auf der Insel Itaparica, Abfahrt beim Mercado Modelo, wo auch die kleinen Fähren fahren. Itaparica ist in jedem Fall einen Besuch wert. 3 verschiedenen Fähren fahren von 6-23 Uhr dorthin. Salvador-Foto- und Info-Links: Camping: Praia do Flamengo, Itapua. Tel. 249-21-01. Fünf Kilometer vom Flughafen. Einer der schönsten Strände von Salvador, 30 km vom Zentrum. Comfortabel und teuer. Vierhundert Plätze. Internetcafes: Sicherheit: Die Polizei ist in den Stadtteilen, wo sich die Touristen aufhalten zwar sehr präsent, aber
sie kann auch nicht überall sein. Deshalb sollte man sich außerhalb der Altstadt abends am besten mit dem Taxi bewegen, einsame, dunkle Straßen meiden und sich nicht wie ein reicher Tourist kleiden und
aufführen. Eine teure Armbanduhr bedeutet für einen armen Brasileiro mehrere Monatslöhne. Besonders beim Carnaval hat man als Tourist manchmal fremde Finger in den Taschen. Deswegen: zum Carnaval
keine Armbanduhr, wenig Geld unterm Hemd und vom Reisepass nur eine Kopie mitnehmen. Nehmt euch vor den Pivetes in acht, den jungen Burschen, die am Strand schlafen, was nicht unbedingt
heisst, dass sie keine Familie und kein zu Hause haben. Sie leben vom betteln und klauen. Seit in Salvador Crack geraucht wird, hat sich die Zahl der Überfälle von Rauschgiftsüchtigen erhöht. Stadtteile wie die Favela
Mata Escura (dunkler Wald) sollte man meiden, weil es da viele Bandidos gibt. Ob es generell gefährlich ist sich in Favelas zu begeben, weiss ich nicht. So gefährlich wie in Rio ist es auf
keinen Fall. Normalerweise kommt ein Tourist aber nicht in diese Gegenden. |