Bahia-Nord bis Salvador Dieser Teil von Bahia ist weniger dicht
besiedelt. An den paradiesischen Stränden ist es windiger als im Süden und deswegen gibt es auch mehr Wellen. Den Stränden sind zum Teil Riffe vorgelagert, die als Wellenbrecher wirken. Seit der
Staat die Küstenstrasse ausgebaut und Linha Verde getauft hat, werden vermehrt Pousadas, Hotels und touristische Einrichtungen gebaut. Die ideale Strasse für eine Tour mit dem Mietwagen oder
Motorrad. Bei schlechtem Wetter sollte man aber nicht jede ungeteerte Seitenstrasse testen. Man könnte z.B. in einer Pfütze, die schon mal einen halben Meter tief sein kann, ein Nummernschild verlieren. Wir waren
nicht die einzigen, denen das passiert ist. Vom Rodoviario = Busbahnhof in Salvador fahren diverse Busse. In allen Küstenorten gibt es wenigstens Pousadas. Auch einige
Spitzenklasse Hotels liegen an der Linha Verde. Vor allem in Richtung Salvador nehmen die Wochenendhäuser und von hohen Mauern umgebenen Condominiums zu. Die
Landschaft bis Praia do Forte ist ziemlich flach, danach wird es allmählich hügelliger. Eukalyptus- und Kokosplantagen, aber auch Urwald bestimmen das Bild. Hinter den
Dünen am Meer gibt es viele Seen, die teilweise mit Seerosen, Schilf und anderen Pflanzen zugewachsen sind. Besonders schön sind die Flußmündungen.
In Mangue Seco (ca 1000 Einwohner), an der Grenze zum
Nachbarstaat Sergipe, geht es noch sehr ruhig zu. Eine Flußmündung und weißer Sand - sogar richtige Sanddünen - ein paar Pousadas der unteren Preisklasse und gute
Fischrestaurants - was braucht man mehr? Anreise: Von Pontal in Sergipe kann man tagsüber für 2 R$ nach MS übersetzen. Von Salvador anreisend muß man in Indiaroba umsteigen. Der letzte Teil der Straße ist ein Härtetest für
Busreifen und Touristenhintern. Seribinha liegt auf einer Halbinsel zwischen einem Fluß und dem Meer. Einer der ruhigeren Orte zwischen Kokospalmenhainen und Sandstrand. Ein See mit rotem
Wasser ist einen Ausflug landeinwärts wert. Bisher nur wenige Pousadas. Anreise über Sitio
Conde (21.000 Einwohner) liegt 6 km vom Meer. Von da kommt man zu vielen ruhigen
Stränden. Jeden Samstag gibt es einen großen Markt und manchmal auch Rodeos.
Sitio de Conde: Schönes Beach, mit Strandbuden, allerdings gibt es Stellen mit vielen
Steinen und kleinen schwarzen Muscheln. Oft bläst ein Wind, der erfrischt und den Windsurfer freuen würde. Am Ortsrand werden die Strände immer einsamer. Circa 20 Pousadas, vor allem der billigeren Art und das Hotel Sitio.
 Barra do Itariri heißt ein kleiner Ort, wo es noch
nicht lange Elektrizität gibt und die Strasse noch nicht geteert ist. Ausser der idyllischen Bucht am Ort gibt es einen breiten, endlosen und ziemlich einsamen Strand. Direkt an diesem Strand liegt
sehr idyllisch das Hotel Bougainville, das von einem Deutschen betrieben wird und das Itariri Resort Hotel, dessen Zufahrt von der Linha Verde abgeht. Zweimal täglich fahren Busse von/nach Sitio nach Itariri.
Baixio ist ein hübscher kleiner Ort, 1 Pousada, felsiger Strand
Massarandupio hat einen der seltenen FKK-Strände. Wenig Pousadas.
Subaúma:
Wochenendhäuser, Hotels und Pousadas am schönen Strand, der oft eine starke Brandung hat. Schöne Flußmündung.
Porto Sauipé: Kleiner Ort mit hübschen Stränden in der Nähe (ruhiges W asser). Kürzlich wurde in der Nähe das Tourismuszentrum
Costa do Sauipe
eröffnet. 5 Hotels der Spitzenklasse, ein kleines “altes” Dorf inclusive einer getürkten kleinen Kirche und 6 Pousadas, Geschäfte, Restaurants, 15 Tennisplätze und ein 18 Loch Golfplatz sind gerade fertig geworden.
Die Hotels sind keine langweiligen Klötze sondern schön gestylt in die Landschaft gestellt. Das alte
Dorf erinnerte mich an Las Vegas und Disneyland. Man muß nicht Gast im Hotel sein um im Freizeitpark an einem künstlichen See zu angeln, Fahrräder oder Pferde zu mieten. Andererseits werden wohl nicht viele bereit sein
das Eintrittsgeld, in Höhe von 50 DM zu bezahlen, das keine Benutzung von Sportanlagen oder Speisen oder Getränke beinhaltet und wohl eher eine Schutzgebühr gegen Neugierige darstellt. Die Anlage ist eine gut
gesicherte Insel des Wohlstands mit viel Komfort. Laut Management sind die Hotels ausgebucht. Imbassaí: Sehr schönes Beach mit mächtigen
weißen Dünen und heftigen Wellen.Wer das nicht mag, kann im Fluß baden. Vor 10 Jahren gab es hier nur ein paar Häuschen. Inzwischen besteht das halbe Dorf aus Pousadas und am Strand gibt
es reichlich Barracas. Trotzdem ist der Ort sehr relaxed. Zwischen Fluss und Meer liegt die Pousada “Entre as Aguas”, deren Donno (Chef) ein Deutscher ist.
 Praia do Forte: Neben sehr schönen Stränden, incl. ein Schutzgebiet für
Wasserschildkröten, die von September bis März ihre Eier im Sand vergraben, hat Praia do Forte (wie der Name schon sagt) ein richtige Burg, die aber ein wenig ausserhalb liegt. Der Ort entwickelt sich zur
Zeit zu einem der bedeutendsten Urlaubsorte in Bahia. Hier kann man auch gut Mitbringsel erstehen oder Holzskulpturen bestaunen, die leider kaum in´s Fluggepäck passen. Bei der Station der
Naturschützer kann man alles über Schildkröten erfahren und ein paar Exemplare bestaunen. Landeinwärts hinter dem Ort liegt ein malerischer See. Die früher oft verschlammte Hauptstrasse ist jetzt gepflastert. Übernachten kann man außer auf dem
Campingplatz und in der Jugendherberge auch in vielen Pousadas, Hotels und Resorts. Das Praia de Forte Resort Hotel verlangt für ein DpZ 250$. Dafür ist aber auch alles vom Feinsten. Die Jugendherberge hat eine
bis auf den Zeilenumbruch sehr schöne, mehrsprachige Website mit vielen Fotos: http://www.albergue.com.br/ Vielleicht funktioniert inzwischen auch die deutsche
Übersetzung. Anreise: von Salvador 2 Stunden mit dem Bus (5R$) oder 1 Stunde mit dem Taxi (60R$). Die Strände sind schön, können aber im Sommer und besonders an den Wochenenden ganz schön voll werden
. Es folgen: Guarajuba - Jacuipe - Pitanga, viele Strände, viele (indianische) Namen...
Das Hippiedorf bei Arembepe hat schon mal bessere Zeiten
gesehen. Mick Jagger und Janis Joplin machten an dem bei Hippies aus aller Welt beliebten Strand Ferien. Die witzigen Häuser zwischen den Palmen und den Lagunen wurden
inzwischen zur Touristenattraktion umfunkioniert. Der kleine Ort selbst mach einen gepflegteren Eindruck als die Nachbarorte. Übernachtung: Camping oder Pousadas und so weiter
- ein Strand nach dem anderen: Karte (mapa) von Salvador bis Praia do Forte Jauá war wohl auch ein verschlafenes Provinznest, bis jede Menge Wochenendhäuser
und diverse Pousadas gebaut wurden. Der Strand am Zentrum ist durch ein interessant anzusehendes, flaches Riff vor hohen Wellen geschützt. Nach rechts gibt es genug Wellen für Surfer und weiter Richtung Flußmündung wird der Strand immer einsamer. An der Ortseinfahrt liegt ein See. Lauro de Freitas, 7 km zum Flughafen, 25 km zum Zentrum von Salvador. Ab hier fangen die Strände an, die zu Salvador gezählt werden können. Der gepflegteste Strand gehört zum Vilas do Atlantico
. An der Einfahrt des Ortsteils sitzen Wächter, die abends nicht jeden passieren lassen. Direkt auf der Stranddüne geht ein schön gepflasterter Weg entlang, auf
dem sonntags wohlhabende Brasilianer und ihre Kinder an großzügig angelegten Strandvillen vorbei flanieren. Die Barracas kann man ruhig als Restaurants bezeichnen.
Für Turisten ist es hier vielleicht ein wenig langweilig, ich habe auch nicht viele Hotels gesehen.
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