Essen und Trinken wie in Brasilien

Die Küche von Bahia ist berühmt. Spezialitäten aus Bahia sind z.B. die mit Palmöl und Kokosöl zubereiteten Krabben und Fische.

Etwas ausführlicher:
In Bahia findet der geneigte Zugereiste viele leckere Gerichte mit Fisch und/oder  Meeresfrüchten. Einige Gerichte sind ursprünglich afrikanische bzw. aus der Kolonialzeit.  "Moquecas de peixe", "siri" und "camarão" bestehen aus Fisch bzw. Krabben, die mit würzigem Kokosnußöl zubereitet werden. Viele Speisen werden mit "Coentro" oder Koriander geürzt, was eine Art brasilianische Petersilie mit exotischem Geschmack ist. Caldos sind Suppen, die z.B. mit Sururu, Fisch = Peixe oder Bohnen = Feijao gemacht werden.

Carne do sol ist Rindfleisch das gesalzen und auf Stangen in der Sonne getrocknet wurde. Dieses Trockenfleisch, Würstchen und Speck kommen zusammen mit braunen Bohnen in das Nationalgericht “Fejoada”. Dazu gehört aber noch Reis, geröstetes Maniokmehl und Orangenscheiben. Wer jetzt sagt Fejoada wird mit schwarzen Bohnen gemacht, kennt die baianische Art noch nicht. Dieses Nationalgericht ist allerdings schwer zu finden. TIP: Fejoada  Jorge Amado (einfach, billig, gut), Terreiro de Jesus, Pelourinho, Salvador.

Es wird auch viel Huhn gegessen. Filet Mingnon und Picanha sind die besten Rindfleischgerichte. Letzteres wird mariniert und dann am besten gegrillt.

Neben Reis = arroz (ahois) ist das purao eine typische Beilage. Es wird aus Maniokmehl und der Sosse des jeweiligen Gerichts gemacht.

Nachtisch  gibts aus süßen Kokosraspeln = Cocada. Oder Caramelpudding und Fruchteis aus einheimischen Früchten.

Im übrigen gibt es die brasiliansichen Standards: Churrasco = Gegrilltes und Salgados = Teigtaschen. Überall gibt es mehrere Sorten frische Obstsäfte. Die werden meistens entweder mit Wasser oder Milch verdünnt. Das Bier ist gewöhnungsbedürftig. Am besten finde ich das schwer zu findende frisch gezapfte Scopp. Skol schmeckt noch ein bischen wie das gute deutsche Bier. Neu ist das sogenannte Pilsener von Antarctica - es schmeckt so ähnlich wie mexicaninsches Bier. Ungenießbar ist ausgerechnet Bavaria. Am Strand: Coco gelada = Kokosmilch möglichst kalt und direkt aus der Kokusnuss. Wie überall in den Tropen, sollte man als Europäer kein Leitungswasser trinken. Die wenigsten Baianer trinken Wasser aus dem Hahn. Das Leitungswasser schmeckt auch nicht - in manchen Orten riecht es seltsam. In schmuddligen Imbissen sollte man lieber keinen Salat essen. Sagt man. Ich hatte nie ein Problem mit Salaten.

Baiana mit Acarajé, zum vergrössern anklickenDie billigste Möglichkeit sich zu ernähren heisst Acarajé (Akaraschä). Weiss gekleidete schwarze Mamas verkaufen diese Spezialität aus Bohnenmehl gefüllt mit getrockneten Krabben an den Strassen. Abará ist das gleiche allerdings nicht fritiert, sondern gekocht. Die auffällige Tracht der Baianas genannten Frauen, kommt noch aus der Zeit als Candomble-Anhängerinnen mit diesen Verkäufen Geld für ihre Tempel (Terenos) aufbrachten. 

In den “Comida Kilo” Restaurants bezahlt man nach Gewicht und kann sich am Büffet eine Rundreise durch die baianische Küche auf den Teller packen. Vor allem in Salvador gibt es viele gute Restaurants (zB. Barravento in Barra).  

In Berlin gibt es mehrere Restaurants mit brasilianischer Küche. Mehr infos auf der BERLIN-Seite. Der brasilianische Partyservice Festa-Baiana aus Berlin versorgt eure Festlichkeiten mit brasilianischen Cocktails und baianischer Küche.

für Kochkünstler hier noch ein Rezept für moqueca de camarao
und hier noch ein Link zu einer
Kochseite (englisch)

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